Brachland
„Die Lust ist das Ding die sich am schwierigsten vorstellen lässt : (Mit wem wollen Sie
kämpfen ?). Das Begehren ist wahrscheinlich alles was ein Mann besitzt. Ich bin ein Mann
der versucht nicht zu sterben.“ Jacques Rigaut – Dez. 1920.
Der unbebaute Boden, das ist wie ein Tier, das sich selbst frisst.
Übergang. Wartezimmer.
Depot.
Theater ohne Schauspieler.
Nur der Ort, als Schauplatz, als das Geschehen selbst.
Totpunkt.
Ein „Sumpf“, dem Ich gegensätzlich.
Eine Situation ohne Ränder.
Nur ein „es gibt“ permanent und verfügbar.
Ein Substrat, mobil und immobil, stetig und schwankend zugleich.
Jede Rückkehr ist undenkbar.
Das ist zugleich der Moment, der“Boden“ für die Kunst, als Bewegung, Veränderung,
Revolte.
Das ist das „Sine qua non“.
Produktionsstillstand.
„Umwertung der Werte“.
Dieser Zusatnd der Unbestimmbarkeit schafft Möglichkeiten für eine Öffnung :
Beweglichkeit und Umformung.
Eröffnung neuer Sinnmöglichkeiten.
Ein Baum, der an jedem Knoten einen neuen Stamm ausbilden kann.
Nomadologie des Grundes.
Das ist der Stuhl, der für das Kind zur Eisenbahn wird.
Archäologie der Gegenwart.
Gewirr von Möglichkeiten, deren Grenzen und Kreuzpunkte nicht auf einmal fixiert werden
können.
Ohne chronologische Grenzen.
Eigenartige Gestaltungen erscheinen lassen.
Die Ideen-Geschichte schenkt Vertrauen von Kohärenz.
Und mehr : der Widerspruch ist Prinzip des Prozesses.
Treff-Punkt zwischen unterschiedlichen Diskursen und dann zur eigenen Kontinuität
entfliehen.
Das ist immer das Handeln einer beweglichen Struktur in drei Akten :
KONSTRUKTION
DEKONSTRUKTION
REKONSTRUKTION:
ROLLEN. Sinn geben. Sinn immer wieder neu definieren, drängeln, versetzen, passend
machen, rekonstruieren.
SPIRALE. In der Spirale kommt man nie wieder an dieselbe Stelle.
Und die Räumlichkeit ist der Entwickler des Dauerns.
MONTAGEN.
Immer unterschiedlichen Zerstückelungen, deren Wurzeln nie dieselbe sind.
Mary-Noele Dupuis.

 

BRACHLAND
%d Bloggern gefällt das: